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Languedoc-Roussillon
Das Languedoc-Roussillon (okzitan. Lengadòc-Rosselhon,
katalanisch Llenguadoc-Rosselló)
ist eine Region im Süden Frankreichs.
Die Region umfasst die an der Mittelmeerküste
liegenden Départements Aude, Gard, Hérault und Pyrénées-Orientales sowie das
geographisch gänzlich anders geartete, zum Massif Central gehörende Département
Lozère.
Die Region hat eine Fläche von 27.376 km2
und 2.295.648 Einwohner (Volkszählung 1999). Die Bevölkerungsdichte beträgt
damit 84 Einwohner/km2. Hauptort der Region ist Montpellier.
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Vorgeschichte
Das nahegelegene Rhonedelta gehört zu jenen
Regionen, in die das aus der Levante verbreitete Neolithikum wahrscheinlich
bereits zwischen 7.000 und 6.500 v. Chr. Einzug hielt. Die bäuerliche Kultur
verbreitete sich in der Folge sowohl ins Rhonetal als auch nach Westen. Sie
hinterließ in den Regionen Aude, Gard, Hérault, Lozére aber auch in Pyrénées
Orientales des Languedoc-Roussillon in Form von Dolmen (Le Morrel de las Fadas)
und Menhiren, aber auch Alignements (Cromlech von Lacam de Peyrarines), eine
Vielzahl megalithischer Zeugnisse (z. B. in Cazarils). Einige sind auch
semi-megalithisch, (durch kleinformatige Steine in Trockenmauer-Bauweise ergänzt),
bzw. mit ihnen überhügelt (Rone Traoucat, Fringayrolles). Der Dolmen von
Coste-Rouge im Hérault hat große Ähnlichkeit mit der sardischen Anlage von Sa
Coveccada.
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| Etwa 20 km von Montpellier liegt, nahe beim
kleinen Dorf Viols-en-Laval ein sehr berühmter vorzeitlicher Ort. Cambous ist
das älteste restaurierte Dorf Frankreichs. Es datiert aus dem Chalkolithikum
(der Kupferzeit), einer Periode, zwischen 2.800 und 2.400 Jahren v. Chr. Während
dieser Jahrhunderte existierte die so genannte Fontbouisse-Kultur, zu der die
Einwohner von Cambous gehörten. Man zählt mehr als 200 kleine Dörfer dieses
Typs, aber kaum 20 % sind archäologisch untersucht. Cambous wurde im Jahre
1967 von Henri Canet ausgegraben. Archäologen der
Languedocienne-Vorgeschichtsgesellschaft verwalten den Standort ehrenamtlich. |
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Geschichte
Das Languedoc wurde - wie weite Teile des heutigen
Südfrankreichs - erst im Hochmittelalter der französischen Krone unterworfen.
Der Adel von Okzitanien war traditionell eher mit dem König von Frankreich
verfeindet. Vorwand hierzu bot die dort um diese Zeit verbreitete religiöse,
kirchenkritische, Strömung der Katharer, die vom König und vom Papst mit großer
Härte verfolgt wurden, wobei auch die blühende okzitanische Kultur zerstört
wurde. Im Jahre 1208 wurde ein eigener erster Kreuzzug unter Simon IV. von
Montfort gegen die Katharer geführt. Hierbei wurden u.a. am 22. Juli 1209 sämtliche
Einwohner der Stadt Béziers umgebracht (etwa 20.000). Es folgte das Massaker in
Minerve am 22. Juli 1210. Der sogenannte Albigenserkreuzzug dauerte bis 1212.
Der zweite Kreuzzug fand 1226 unter der direkten Leitung des französischen Königs
statt, der jedoch schon bei der Anreise ins Kriegsgebiet den Tod fand. Ein
dritter und letzter Kreuzzug beendete 1244 dann die letzten Reste der
katharischen Kultur bei der Belagerung des Chatéau von Montségur. Stützpunkt
der (Nord-)Franzosen wurde die befestigte Stadt Carcassonne.
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Die heutigen Départements Aude, Gard, Hérault
und Lozère waren bis 1789 Teil der historischen Provinz Languedoc; das heutige
Département Pyrénées-Orientales bildete die historische Provinz Roussillon.
In Tautavel liegt das europäische Zentrum für
Vorgeschichte (mit Museum) und in Méze befindet sich ein Dinosaurierpark.
Das Languedoc-Roussillon ist auch für seine Höhlenwelt
bekannt. 15 Höhlen sind für den Tourismus erschlossen. Man kann die
Tropfsteinbildungen in erstaunlichen Formen und Farben und engen Galerien oder
riesigen Sälen bewundern. In manchen Höhlen gibt es auch Steinformationen, die
an Kunstwerke erinnern, wie z. B. die 100.000 Soldaten in der Höhle von
Trabuc oder die Méduse, ein großer, durchsichtiger weißer Tropfstein der
Grotte de Clamouse mit einem See und einem unterirdischen Flusslauf.
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Städte
Die größten Städte der Region sind:
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Einwohnerzahl
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Département
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Gemeinde
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Agglomeration
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Montpellier
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225.392
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287.981
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Hérault
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Nîmes
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133.424
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148.889
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Gard
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Perpignan
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105.115
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162.678
|
Pyrénées-Orientales
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Béziers
|
69.153
|
77.996
|
Hérault
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Narbonne
|
46.510
|
46.510
|
Aude
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Carcassonne
|
43.950
|
43.950
|
Aude
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Sète
|
39.542
|
66.177
|
Hérault
|
|
Alès
|
39.346
|
76.159
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Gard
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Im Département Lozère gibt es hingegen keine größeren
Städte, der Hauptort Mende hat lediglich 11.800 Einwohnner.
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Sprachen
Das Languedoc gehört traditionell zum
Sprachgebiet des Okzitanischen, das Roussillon zu dem des Katalanischen.
Amtssprache ist jedoch wie in ganz Frankreich nur das Französische, das heute
auch die Muttersprache der Mehrheit der Bevölkerung ist. Okzitanisch und
Katalanisch haben immerhin einen bescheidenen Status als Wahlfächer an Schulen
und Hochschulen.
Wirtschaft
Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in
Kaufkraftstandards erreicht die Region einen Index von 88.0 (EU-25:100) (2003).
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